Günstige Nahmwärme gemeinschaftlich nutzen. Für eine saubere Zukunft

 Ergebnis der schriftlichen Mitgliederversammlung

Die Ergebnisse der schriftlichen Mitgliederversammlung können Sie jetzt der folgenden PDF-Datei entnehmen.

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Mitgliederfragen zur Schriftlichen Generalversammlung

Zum Wärmepreis:

Frage: Richtet sich die Preiserhöhung nach den Kosten der Wärmeerzeugung?

Weiler Wärme: Ja, generell stimmt es, dass hier die Kosten für die Wärmeerzeugung angesetzt werden. Diese beinhalten grob gesagt die Kosten für die Hachschnitzel sowie die Kosten zur Betreibung der Heizkraftwerke sowie des Wärmenetzes, anteilsmäßig Verwaltungs- und Personalaufwand, Zins- und Tilgungskosten für die Wärmetrassen, etc. Hinzu kommt, dass wir Rückstellungen bilden müssen für Ersatzinvestitionen der Heizkraftwerke sowie des gesamten Wärmekreislaufs, von der Herstellung bis zur finalen Lieferung der Wärme in ihr Haus.

 

Frage: Fließen die Kosten anderer Sparten in den Wärmepreis ein?

Weiler Wärme: Ziel ist es, dass grundsätzlich alle Sparten kostendeckend arbeiten. Wir sind nur „eine Firma“, die unter dem Strich Gewinn oder Verlust erwirtschaftet (über alle Sparten gesehen). Bei neuen Sparten ist es so, dass zuerst eine Anschubfinanzierung stattfinden muss, bevor sich diese in Rückflüsse auszeichnet. Unser Ziel ist es, dass wir maximal 3% des Umsatzes für andere Sparten (kurz- bis mittelfristig) querfinanzieren. Dies funktioniert natürlich nicht immer gleich schnell. So hat z.B. Strom hohe Investitionen und Abschreibungen. Mit jedem Abnehmer nähern wir uns immer mehr dem Break-Even-Punkt, an dem wir die Gewinnzone erreichen. Dann entstehen Überschüsse, die anderen Sparten wieder zugutekommen. Die Generalversammlung hat beschlossen, die angebotenen Sparten in ihrer Satzung aufzunehmen und anzubieten.

 

Frage: Gibt es eine Obergrenze oder einen Richtwert für den Wärmepreis?

Weiler Wärme: Die Obergrenze sind die „Kosten der Wärmeerzeugung“ + 3% Zuschlag für Dividende (als Unternehmergewinn), der dann ja den Genossen über eine Dividendenzahlung wieder zugutekommt, wenn alle den neuen Vertrag haben.

 

Zu Wärmelieferverträgen:

Frage: Inzwischen gibt es verschieden Wärmelieferverträge und unterschiedliche Präambeln. Bitte veröffentlichen Sie diese.

Weiler Wärme: Die Verträge sind für die Ortsteile Pfalzgrafenweiler, Bösingen und Durrweiler identisch. Diese Ortsteile sind an unser Hauptnetz angeschlossen.
In den Ortsteilen Neu-Nuifra, Herzogsweiler (zukünftig auch Edelweiler und Kälberbronn) gelten andere Präambeln, da dort eine Insellösung (eigenes Netz mit eigener Heizzentrale) realisiert wird.

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Frage: Gibt es aktuell mehrere neue Vertrag Versionen, für unterschiedliche Kunden, unterschiedliche Bedingungen? Oder gibt es einheitliche, identische Verträge für alle Neukunden?

Weiler Wärme: Für Neukunden wird unterschieden zwischen Standard und Komfort-Vertrag (mit gleicher Präambel), je nachdem ob nur Wärme oder Wärme und Strom bezogen werden. Folgeverträge sind für alle Kunden gleich. Nur die Gemeinde hat einen Sondervertrag für kommunale Gebäude.

 

Frage: Vertragspunkt 9: Die neue Laufzeit beträgt 5 Jahre, warum nicht 1 Jahr?

Weiler Wärme: Bisher hatten wir Verträge über 10 Jahre und waren nun der Meinung man könne das auf 5 Jahre verkürzen. Wir können uns bei den nächsten Umstellungen überlegen auf Jahresverträge umzustellen, die sich automatisch verlängern, wenn Sie nicht gekündigt werden. Doch aktuell wollen wir auf 5 Jahren bleiben, was für uns als Genossenschaft auch einen Teil von Planungssicherheit darstellt.

 

Frage: Es handelt sich um einen Folgevertag, keinen neuen Vertrag. Andere Energielieferanten geben bei längerer Laufzeit eine Preisgarantie.

Weiler Wärme: Uns sind keine Fern-/Nahwärmenetze bekannt, die Ihnen aktuell eine Preisgarantie über mehrere Jahre anbieten, da sie alle mit den gleichen Themen zu kämpfen haben, die wir Ihnen bereits geschildert haben.

Preisgarantie gibt es nur beim Strom und dies auch nur für 1 Jahr. Danach verändern sich behördliche Regelungen, die sich teilweise massiv auf den Strompreis auswirken können – daher maximal 1 Jahr – wie bei uns im Wärmepreis auch.

 

Frage: Vertragspunkt 13.2: Warum benötige ich die Zustimmung der WW für eine neue thermische Solaranlage? Benötigt man dann auch die Zustimmung der WW für neue Öfen?

Weiler Wärme: Nein, diese Zustimmung benötigt man inzwischen nicht mehr (der aktualisierte Folgevertrag liegt auf der Homepage aus) – wir haben diesen Punkt (13.2) aus dem Vertrag genommen. Zum einen stellen wir die Amortisation dieser Investition sehr in Frage – zum anderen macht es (für die WW) keinen Sinn eine Solarthermieanlage zu installieren, die im Sommer viel Warmwasser produziert - und wir müssen Ihre entstehende Wärme im Sommer vernichten, weil wir diese nicht abgesetzt bekommen. Dies sind dann wiederum Kosten, die unweigerlich auf alle umgelegt werden müssen (auch hier kommt dann der genossenschaftliche Gedanke, leider im negativen Sinn für die restlichen Mitglieder, zum Tragen…). Außerdem haben Sie keinen Ökologischen Nutzen, da bereits CO2 neutral erzeugte Wärme vorliegt.

 

Frage: Benötigt man dann auch die Zustimmung der WW für neue Öfen?
 
Weiler Wärme: Nein. Der Vertragsnehmer muss sich aber darüber im Klaren sein, dass man bei der Weiler Wärme eine Mindestabnahmemenge hat, die auch abgerechnet wird, wenn diese wegen des Betriebs einer anderen Wärmequelle, nicht erreicht wird.

 

Allgemein:

Frage: Was steckt hinter dem Begriff Biomasse?

Weiler Wärme: Bei allen Verträgen, wird einheitlich der Begriff Biomasse in der Präambel verwendet. Dieser umfasst feste, flüssige und gasförmige biologische Energieträger. In unserem Fall größtenteils naturbelassenes Holz. Allerdings im geringen Umfang auch Biogas vom Aussiedlerhof Braun und zu knapp 2% A1/2 Holz im Rahmen der emissionsschutzrechtlichen Genehmigungen (von 2012).

 

Was ist die WeilerWärme eG?

Wir sind eine Energiegenossenschaft aus Pfalzgrafenweiler, Landkreis Freudenstadt. 

Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, die Energiewende in unserer Region voranzutreiben, indem wir unsere Mitglieder mit regenerativ erzeugter Nahwärme und Strom versorgen. Durch den Einsatz effizienter Kraft-Wärme-Kopplung können wir den größten Teil unserer Energie aus nachwachsenden Rohstoffen  erzeugen und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Wir schaffen mit unserer Wärmeversorgung eine hohe Unabhängigkeit von Öl und Gas und erreichen dadurch, dass die Wertschöpfung größtenteils vor Ort bleibt. Hierdurch wird die Gemeinde Pfalzgrafenweiler und die Region wirtschaftlich gestärkt. 

Unsere Genossenschaft arbeitet im Vergleich zu großen Energiekonzernen nicht nach dem Gewinnmaximierungs-, sondern nach dem Kostendeckungsprinzip und kann daher eine Wärmeversorgung kostengünstiger organisieren. Überschüsse kommen den Mitgliedern zugute. 

Seit 2011 ist Pfalzgrafenweiler offiziell das größte Bioenergiedorf Baden-Württembergs.

 

Aktuell: E-Bike Verleih wieder aufgenommen